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    16. Dezember 2025 | 5 min

    Die Zukunft von Atlassian Forge

    Trends, Möglichkeiten und Herausforderungen
    Atlassian
    Autor
    Matthias Rauer
    Autor
    Zukunft von Atlassian Forge – Chancen & Herausforderungen

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    Atlassian Forge ist zwar noch ein relativ junges Framework, hat sich aber in kurzer Zeit zu einem zentralen Baustein von Atlassians Cloud-Strategie entwickelt. Wer heute über Apps für den Atlassian Marketplace nachdenkt, kommt an Forge nicht mehr vorbei. Das wirft eine spannende Frage auf: Wohin entwickelt sich die Plattform in den kommenden Jahren – und was bedeutet das für Entwicklungsteams und App-Anbieter?

    Forge als strategisches Fundament

    Atlassian hat den Kurs klar abgesteckt: Forge ist der neue und zukünftige Standard für Cloud-Erweiterungen. Zwar laufen Connect-Apps weiterhin, doch zeigt die Roadmap deutlich, dass Atlassian seine Investitionen auf Forge konzentriert. Neue Module, eine breitere API-Abdeckung und eine tiefere Integration in Produkte wie Jira und Confluence haben die Plattform Schritt für Schritt attraktiver gemacht.

    Für Entwicklungsteams heißt das: Forge ist nicht nur eine Option, sondern der Weg, den Atlassian langfristig verfolgt.

    Trend 1: KI und Automatisierung

    Einer der wichtigsten Trends ist die Einführung von KI in Atlassians Produktlandschaft. Mit Rovo auf Basis von Atlassian Intelligence sind wichtige Funktionen bereits verfügbar – du kannst beispielsweise Inhalte zusammenfassen, Tickets automatisch priorisieren oder Automatisierungen auslösen.

    Für Forge-Apps eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten:

    • Erweiterung bestehender KI-Funktionen (z. B. spezialisierte Analysen für bestimmte Branchen)
    • Individuelle Automatisierungen auf Basis der eigenen Teamdaten (Atlassian nennt das den “Teamwork Graph”)
    • KI-gestützte Vorhersagen, etwa zum Projektfortschritt oder Risikomanagement (für jene, die einer KI gute Prognosen zutrauen)
    • Rovo-KI-Agents können Forge-Apps nutzen, um maßgeschneiderte Aktionen auszuführen. Die Optionen sind vielseitig. Man denke daran, was Menschen früher mit ScriptRunner und PowerScripts in Data-Center-Umgebungen umgesetzt haben. Jetzt beginnt eine neue Ära: einfacher, schneller, flexibler und deutlich günstiger.

    Die Herausforderung wird darin bestehen, Datenschutz und Compliance sauber abzubilden. Das Potenzial ist jedoch enorm, und wer früh einsteigt, kann sich klare Vorteile sichern.

    Trend 2: Integration in hybride Arbeitsumgebungen

    Atlassian positioniert sich zunehmend als Kollaborationshub, als zentraler Knotenpunkt für Zusammenarbeit im Unternehmen. Dadurch gewinnen Forge-Apps an Bedeutung, die Brücken zu Tools wie Slack, Microsoft Teams, Zoom oder GitHub schlagen.

    Eine mögliche Zukunftsvision: Eine Forge-App ist nicht nur in Jira sichtbar, sondern postet zusätzlich Informationen in Teams und löst Aktionen in Slack aus. Forge entwickelt sich damit zu einer Plattform für produktübergreifende Nutzungserlebnisse in Form von App-Lösungen, die mehrere Anwendungen einbeziehen.

    Natürlich gibt es längst Marketplace-Apps, die Inhalte an diese Plattformen senden. Aber mit Forge werden die Möglichkeiten vielfältiger: Eine App kann als interaktiver Agent im Gruppenchat auftreten, reichhaltige visuelle Inhalte erstellen und flexibel auf frei definierbare Ereignisse reagieren.

    Trend 3: Enterprise-Readiness

    Mit dem Ende der Data-Center-Produktlinie steigen die Anforderungen großer Unternehmenskunden an Atlassians Cloud-Produkte deutlich. Themen wie Governance, Skalierbarkeit und Sicherheit rücken in den Mittelpunkt.

    Was bedeutet das für Forge? Die Anforderungen sind klar:

    • mehr Sicherheits- und Compliance-Funktionen für Enterprise-Umgebungen
    • bessere Observability (Monitoring, Logging, Fehlerverfolgung)
    • höhere Skalierbarkeit und Performance für große Installationen

    Gerade für Partner und Entwicklungsteams, die den Enterprise-Markt anvisieren, ist das hochrelevant – und hier liegt enormes Wachstumspotenzial.

    Trend 4: Der Marketplace im Wandel

    Forge verändert auch den Atlassian Marketplace. Da Forge-Apps Cloud-nativ sind und direkt in Atlassians Infrastruktur laufen, unterscheidet sich das Entwicklungsmodell deutlich von dem klassischer Connect-Apps. Das bringt Vorteile bei Sicherheit und Infrastruktur, aber auch neue technische Rahmenbedingungen, die Entwicklungsteams berücksichtigen müssen.

    Gleichzeitig wird der Wettbewerb intensiver. Erfolgreiche Anbieter werden sich künftig kaum durch das bloße “Funktionieren” ihrer Apps auszeichnen können, sondern durch Qualität, Nutzungserlebnis und Support. Der Marketplace wird professioneller und anspruchsvoller.

    Trend 5: Kunden wenden sich selbst der Forge-Entwicklung und dem Vibe-Coding zu

    Auf der letzten Team-Konferenz in Barcelona hat Atlassian “Vibe-Coding mit Forge” vorgestellt – eine Möglichkeit, mit KI-Unterstützung und ohne umfangreiche Programmierkenntnisse individuelle Forge-Apps zu erstellen. (In unseren Blog-Artikeln Vibe-Coding sicher einsetzen mit dem Atlassian-MCP-Server und 4 technische Hürden beim Vibe-Coding erfährst du, wie sich das Konzept in der Praxis macht.)

    Auch nicht-technische Teams können mit diesem Ansatz maßgeschneiderte Workflows und Integrationen für ihre eigenen Instanzen selbst bauen, beispielsweise Verknüpfungen zu Legacy-Systemen. Dieses Phänomen beobachten wir bereits intensiv in unserem eigenen Unternehmen.

    Wir haben eine Praxis etabliert, um Vibe-Coding-Neulingen zu helfen, wenn sie an einem Punkt nicht weiterkommen. Und solche Punkte erreichen sie unweigerlich. Diesen Service bieten wir auch unseren Kunden an: Wenn du selbst mit Vibe-Coding in der Atlassian-Welt angefangen hast und feststeckst, melde dich – wir helfen dir gerne weiter. Schreib einfach eine E-Mail oder buche direkt einen kurzen Termin!

    Herausforderungen und offene Fragen

    Trotz klarer Richtung bestehen nach wie vor einige wesentliche Herausforderungen im Zusammenhang mit Atlassian Forge:

    • Komplexe Preisgestaltung: Das aktuelle Pricing-Modell ist für viele App-Anbieter schwierig. Logging-Kosten können höher sein als Compute-Kosten, was gefährliche Anreize schafft, das Logging zu minimieren. Der Mangel an Budgetierungsmechanismen und Alarmierungen erschwert das Kostenmanagement. Der Key-Value-Storage ist kostspielig im Vergleich zu den noch nicht ausgereiften SQL-Speicheroptionen. Außerdem fehlt am Marketplace ein Pay-per-use-Modell für kleine Kunden mit hohem Nutzungsvolumen.
    • Lock-in-Effekt: Forge läuft ausschließlich auf Atlassians Infrastruktur – das bietet Sicherheit, schafft aber Abhängigkeit.
    • Feature-Parität: Wie schnell kann Atlassian alle relevanten APIs und Module auch in Forge verfügbar machen?

    Diese Punkte werden entscheidend dafür sein, wie attraktiv Forge langfristig bleibt.

    Wofür sich Entwicklungsteams und Unternehmen wappnen sollten

    Forge ist gekommen, um zu bleiben – und entwickelt sich zum Rückgrat von Atlassians Cloud-Ökosystem. Worauf es jetzt ankommt:

    • Entwicklungsteams sollten sich früh mit KI-Funktionen, Integrationen und Enterprise-Features auseinandersetzen.
    • Unternehmen sollten Forge-Apps nicht als kleine Zusatzbausteine, sondern als strategische Elemente ihrer digitalen Architektur begreifen.
    • Marketplace-Anbieter müssen sich stärker über Qualität, Usability und verlässlichen Support differenzieren.

    Wer jetzt in diese Bereiche investiert, bleibt im Atlassian-Umfeld nicht nur konkurrenzfähig, sondern kann die zukünftige Entwicklung aktiv mitgestalten.

    Kurz: Die Zukunft von Forge ist vielversprechend, aber anspruchsvoll. Umso wichtiger ist es, sich intensiv mit der Plattform zu beschäftigen und die Weichen für morgen zu stellen.

    Plant dein Team den Umstieg auf Forge? Wollt ihr eure App-Strategie modernisieren? Unsere erfahrenen Atlassian-Entwicklungsteams unterstützen euch bei Architektur, Entwicklung und Zertifizierung – und natürlich auch dann, wenn ihr bereits mit Vibe-Coding gestartet seid und nicht mehr weiterkommt.

    Melde dich per Mail oder vereinbare direkt ein erstes Remote-Gespräch!

    #Vibe Coding
    #Atlassian Forge
    #Atlassian Marketplace
    #App-Entwicklung
      Inhaltsverzeichnis
    • Forge als strategisches Fundament
    • Trend 1: KI und Automatisierung
    • Trend 2: Integration in hybride Arbeitsumgebungen
    • Trend 3: Enterprise-Readiness
    • Trend 4: Der Marketplace im Wandel
    • Trend 5: Kunden wenden sich selbst der Forge-Entwicklung und dem Vibe-Coding zu
    • Herausforderungen und offene Fragen
    • Wofür sich Entwicklungsteams und Unternehmen wappnen sollten
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